Der Raufußkauz ist eine Anhang I – Art der EU-Vogelschutzrichtlinie, das heißt er zählt zu den von der EU besonders geschützten Arten. Diese kleine Bergwaldeule und steht auch auf der aktuellen Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Vorarlbergs (Kilzer u.a. 2002), der Grad der Gefährdung ist noch nicht geklärt. Die wenigen aktuellen Nachweise lassen jedoch vermuten, daß die Bestandsentwicklung rückläufig ist.
Die Lebensraumansprüche der Art in Vorarlberg sind zwar in groben Zügen bekannt. Eine Untersuchung mit detaillierter Habitatstrukturanalyse soll unser Wissen über die Habitatansprüche des Raufußkauzes in Vorarlberg verbessern. Die Ergebnisse sind eine wichtige Hilfestellung für die Ausarbeitung von Schutzmaßmahmen für diese Eulenart und ihre Lebensräume.
Im Rahmen dieses Projektes werden Im Zeitraum 2006-2007 in zwei verschiedenen Gebieten sechs Reviere genauer untersucht:
a) Gerachkamm: Das Gebiet liegt geologisch in der Flyschzone. Das Gelände weist zwar mehrere unwegsame Tobel auf, ist jedoch sonst wenig schroff. Bis in größere Meereshöhen sind und waren die Wälder meist recht intensiv genutzt. Auch mehrere größere Alpflächen sind im Gebiet.
b) Klostertaler Bergwälder: Dieses Natura-2000-Gebiet liegt in den Kalkalpen. Das Gelände ist stark gegliedert und vielfach sehr schroff. Auch landwirtschaftlich genutzte offene Flächen wie Mähder und Alpen sind vorhanden. Viele der Wälder weisen einen hohen Natürlichkeitsgrad auf.
Literatur:
Kilzer, R. (1996): Ornitho-ökologische Bewertung der sonnseitigen Bergwälder im Klostertal. Vlbg. Naturschau 1: 233 - 264.
R. Kilzer, G. Amann & G. Kilzer (2002): Rote Liste gefährdeter Brutvögel Vorarlbergs. Vorarlberger Naturschau – Rote Listen 2, 254 S.
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